Vorstellung der Themen für die Datenanalyse

In diesem Blogbeitrag möchten wir die Themen, welche wir für die initiale Datenanalyse ausgewählt haben, vorstellen.

Gleichzeitig möchten wir alle Interessierten dazu aufrufen, an der Datenanalyse mitzuwirken. Bitte melden Sie sich bei uns, wenn Sie Interesse an statistischen Verfahren haben und etwas Zeit erübrigen können. Wir stellen Ihnen dann die – selbstverständlich anonymisierten – Daten zur Verfügung und unterstützen Sie bei Ihrer Forschungstätigkeit.

Oder haben Sie eine Idee, was wir noch untersuchen sollen? Oder Anmerkungen zu unseren ausgewählten Themen? Kontaktieren Sie uns über das Kontaktformular!

Hier die Fragestellungen, welche wir planen zu bearbeiten:

Themen zur Analyse der Migränedaten

– Gibt es Unterschiede zwischen der Migräne mit Aura gegenüber der Migräne ohne Aura? Wir wollen untersuchen, ob sich in unserem Datensatz beispielsweise die mittlere gemeldete Schmerzstärke, die Anfallshäufigkeit, die Geschlechts- und Altersverteilung zwischen den beiden Migränearten unterscheiden.

– Berichten unsere TeilnehmerInnen Unterschiede in der Medikamentenwirksamkeit? Untersucht werden sollen beispielsweise Unterschiede zwischen den Geschlechtern, den Altersgruppen und den Patienten mit Migräne mit oder ohne Aura. Oder helfen Medikamente unterschiedlich je nach gemeldeter Schmerzart und beispielsweise abhängig davon, ob die Schmerzen beidseitig oder einseitig auftreten?

– Gibt es signifikante Unterschiede zwischen den Anfallsverteilungen von Betroffenen verschiedener Berufsgruppen? Gibt es bei den Voll- und Teilzeitarbeitenden Unterschiede zwischen denjenigen, die in Schichten arbeiten und solchen, die das nicht tun?

– Differieren die relativen Anfallshäufigkeiten bei Schülern zwischen Ferienzeiten und Schulzeiten?

– Gibt es Unterschiede in der relativen Anfallshäufigkeit vor oder an Feiertagen verglichen mit feiertagfreien Zeiten?

– Weichen die relativen Anfallshäufigkeiten voneinander ab, wenn man Gebiete unterschiedlicher Bevölkerungsdichte (Großstadt / Mittelstadt / Kleinstadt / Landgemeinde) betrachtet?

– Haben die Mondphasen einen Einfluss auf die relative Anfallshäufigkeit? Führen Föhnwetterlagen oder hohe Feinstaubwerte zu einem Anstieg der registrierten Migräneanfälle?

– Kann man anhand der Betrachtung der einen Anfall beschreibenden Parameter den Anfall mit Hilfe von Machine Learning Methoden klassifizieren?

Themen zur Analyse der Clusterkopfschmerzdaten

– Welchen Einfluss hat das Rauchen auf den Clusterkopfschmerz?

– Lösen bestimmte Nahrungsmittel bzw. eine Abweichung vom gewohnten Konsumverhalten – beispielsweise von Koffein oder Alkohol – Anfälle aus oder haben diese Umstände Auswirkungen auf die Anfallshäufigkeit oder –stärke? Lösen in der Nahrung enthaltene Substanzen wie Histamin oder Geschmacksverstärker Clusterkopfschmerzanfälle aus?

– Wie wirken die eingenommenen Medikamente, beispielsweise Sauerstoff oder Triptane? Gibt es geschlechts- oder altersspezifische Unterschiede?

– Welchen Einfluss haben psychische Faktoren auf die Häufigkeit und Stärke von Clusterkopfschmerzanfällen? Wir wirken sich beispielsweise belastende Situationen oder besondere körperliche Anstrengungen im Umfeld der Anfälle aus? Welche Rolle spielt der Schlaf?

 

Aktueller Stand der Registrierungen und Anfallsmeldungen

Nachfolgend finden Sie die aktuellen Zahlen unserer Kopfschmerzprojekte:

Clura – Clusterkopfschmerzen (Datenerhebung ab März 2018, Stand: 10.04.2019)

– 493 registrierte Teilnehmer (+ 56 seit dem 12.02.2019)

– 254 Teilnehmer mit Anfallsmeldungen (+ 34)

– 9.563 gemeldete Anfälle (+ 1.803)

Mira – Migräne (Datenerhebung ab Juni 2015, Stand: 10.04.2019)

– 7.443 registrierte Teilnehmer (+ 142)

– 4.618 Teilnehmer mit Anfallsmeldungen (+ 78)

– 85362 Anfälle (+ 2.562)

 

Das Kopfschmerz Radar wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).